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Elternkommunikation

Mehrsprachige Elternkommunikation: Sprachbarrieren in der Kita überwinden

Ihre Eltern sprechen verschiedene Sprachen? So werden Ankündigungen und Nachrichten verständlich: einfache Sprache, Bilder und App-Tipps für Kitas.

  • Selin Kaya Expertin für digitale Inhalte
  • 4 Min. Lesezeit
Mehrsprachige Elternkommunikation: Sprachbarrieren in der Kita überwinden

In einer Gruppe können Familien zusammenkommen, die die Landessprache, Englisch, Arabisch, Russisch oder Persisch sprechen. In Großstädten, internationalen Einrichtungen und Urlaubsregionen ist das längst keine Ausnahme mehr. Die Kinder lernen die Sprache in der Gruppe schnell – ihre Eltern tun sich aber oft schwer, Ankündigungen, Nachrichten und Newsletter der Kita zu verstehen.

Eine Sprachbarriere verringert still und leise die Beteiligung der Eltern: Sie kommen nicht zum Elternabend, füllen Formulare nicht aus und scheuen sich, Fragen zu stellen. In diesem Beitrag zeige ich Wege, mehrsprachige Elternkommunikation zu erleichtern.

Das Problem ist nicht nur die Übersetzung

Bei mehrsprachiger Kommunikation denkt man zuerst an Übersetzung, doch die allein reicht nicht. Drei Ebenen müssen zusammen gedacht werden:

  • Oberfläche: Sind Menüs, Schaltflächen und Benachrichtigungen der App in der Sprache der Eltern?
  • Inhalt: Sind die Ankündigungen und Nachrichten der Kita verständlich?
  • Kontext: Sind Begriffe aus dem Kita-Alltag (Elternabend, Wiederanmeldung, Themenwoche) den Eltern vertraut?

Oberfläche: die App in der eigenen Sprache

Dass Eltern die App in ihrer eigenen Sprache nutzen können, ist der erste und einfachste Schritt. Die Mehrsprachigkeit von Funikid bietet verschiedenen Benutzergruppen mehrere Sprachoptionen und soll Kommunikationsbarrieren abbauen, indem Kinder und Eltern Informationen in ihrer Muttersprache erhalten. Wer das Menü der App versteht, findet selbst, wo eine Ankündigung steht und wie man auf eine Nachricht antwortet.

Inhalt: einfache Sprache hilft allen

Für die Texte der Kita ist einfache Sprache die wirksamste Methode. Eine einfach geschriebene Ankündigung ist für Eltern mit anderer Muttersprache genauso verständlicher wie für alle Eltern, die es eilig haben. Praktische Regeln:

  • Kurze Sätze: Eine Information pro Satz.
  • Konkrete Angaben: „Turnschuhe und Jogginghose" statt „passende Kleidung".
  • Datum und Uhrzeit klar: Wochentag und Datum zusammen.
  • Redewendungen und Bilder meiden: Ausdrücke wie „ein Auge darauf haben" verlieren auch in Übersetzungsprogrammen ihren Sinn.
  • Eine Handlung: Was Eltern tun sollen, steht ganz am Anfang, nicht ganz am Ende.

Ausführliche Tipps zum Schreiben von Ankündigungen finden Sie in unserem Beitrag Ankündigungen richtig schreiben.

Bilder als Unterstützung

Bilder sind eine Sprache, die ohne Worte auskommt. Nutzen Sie ihre Kraft in einer mehrsprachigen Gruppe:

  • Fügen Sie einer Veranstaltungsankündigung ein Bild hinzu, das die Art der Veranstaltung zeigt.
  • Zeigen Sie die mitzubringenden Materialien auf einem Foto.
  • Ergänzen Sie den Wochenspeiseplan mit kleinen Bildern der Gerichte.
  • Fotos sind ohnehin universell: Ein Foto vom Tag des Kindes sagt in jeder Sprache dasselbe. Siehe Fotos und Galerie.

Kontext: den Kita-Alltag erklären

Für Eltern, die aus dem Bildungssystem eines anderen Landes kommen, sind manche Begriffe fremd. Ein kurzer Leitfaden „Ein Jahr in unserer Kita" zu Beginn des Kita-Jahres hilft sehr: Was passiert in welchem Monat, was ist ein Elternabend, wie gibt man eine Zusage? Diesen Leitfaden als Newsletter zu teilen und neuen Familien zusätzlich zu schicken, nimmt die Unsicherheit der ersten Wochen.

Im persönlichen Gespräch

  • Spricht jemand im Team die Sprache der Eltern, beziehen Sie diese Person bei Anmeldung und ersten Gesprächen ein.
  • Schlagen Sie bei wichtigen Gesprächen (etwa einem Entwicklungsgespräch) bei Bedarf Unterstützung beim Dolmetschen aus der Familie oder dem Umfeld vor.
  • Denken Sie daran, dass Eltern sich scheuen könnten zu sagen, dass sie etwas nicht verstanden haben; fragen Sie statt „Haben Sie das verstanden?" lieber „Was ist für Sie die wichtigste Frage?"

Eine kleine Gewohnheit für Fachkräfte

Wenn eine Fachkraft in einer mehrsprachigen Gruppe jeden Text ein zweites Mal liest und sich fragt: „Versteht das jemand, der diese Sprache gerade erst lernt?", steigt die Qualität der Kommunikation deutlich. Mit der Zeit prägt diese Gewohnheit den Schreibstil der ganzen Einrichtung.

Häufig gestellte Fragen

Wer wählt die Sprache der App für die Eltern?

Die Sprache der App-Oberfläche wird aus den unterstützten Sprachen ausgewählt. So sehen alle Eltern Menüs und Schaltflächen in der Sprache, die sie bevorzugen.

Werden die Ankündigungen der Kita automatisch übersetzt?

In welchen Sprachen Ankündigungen geteilt werden, hängt vom Inhaltsplan der Einrichtung ab. Der solideste Anfang sind Texte, die mit einfacher Sprache und Bildern für alle verständlich sind.

Wie gestaltet man einen Newsletter für eine mehrsprachige Gruppe?

Ein bildbetonter Newsletter mit wenig Text und fester Vorlage hält die Sprachbarriere so niedrig wie möglich. Mehr dazu in unserem Leitfaden für den Kita-Newsletter.

Kann ich Funikid in verschiedenen Sprachen ausprobieren?

Ja. Starten Sie mit der 14-tägigen kostenlosen Testphase; bei Fragen zu den Sprachoptionen nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Über die Autorin / den Autor

Selin Kaya

Expertin für digitale Inhalte

Schreibt im Content-Team von Funikid über die Kommunikation zwischen Einrichtung und Eltern, Ankündigungen und eine geordnete Nachrichtenpraxis. Beantwortet die Alltagsfragen von Kita- und Kindergartenleitungen verständlich und mit umsetzbaren Tipps.

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