Eine Kita hat den Eltern viel zu sagen: dass das Kind angekommen ist, wann der Ausflug morgen startet, den Wochen-Newsletter, eine Zahlungserinnerung, einen Notfall. Wenn das alles über denselben Kanal und im selben Ton verschickt wird, passiert eines von zwei Dingen: Entweder verpassen Eltern die wichtige Information, oder sie werden der Benachrichtigungen müde und schalten alle ab.
In diesem Beitrag vergleiche ich die Kommunikationskanäle einer Einrichtung und schlage eine einfache Übersicht vor, um für jede Art von Information den richtigen Kanal zu wählen.
Die Kanäle im Überblick
Push-Benachrichtigung (App-Benachrichtigung)
Die Benachrichtigung, die aus der Kita-App auf dem Handy der Eltern erscheint. Sie ist schnell, verursacht keine Zusatzkosten, und wer darauf tippt, landet direkt beim passenden Inhalt (Ankündigung, Nachricht, Foto). Schwachpunkt: Die Eltern müssen die App installiert und die Benachrichtigungen eingeschaltet haben. Die mobilen Sofortbenachrichtigungen von Funikid wurden entwickelt, um Neuigkeiten zur Einrichtung und zum Kind schnell auf das Handy der Eltern zu bringen.
SMS
Funktioniert auf fast jedem Handy und braucht kein Internet. Der Text ist aber begrenzt, kann keine Bilder transportieren, nicht auf Inhalte verlinken und ist meist pro Nachricht kostenpflichtig. Zwischen Werbenachrichten kann sie untergehen.
Geeignet für lange Inhalte und Anhänge; sie hinterlässt eine dauerhafte Aufzeichnung. Viele Eltern prüfen ihre E-Mails tagsüber aber nicht regelmäßig; eine Kita-Mail kann zwischen Werbung übersehen werden.
Telefon
Der persönlichste Kanal mit der schnellsten Rückmeldung. Für sensible und dringende Themen unverzichtbar; aber er kostet Zeit und hinterlässt keine Aufzeichnung.
Kanal-Übersicht nach Art der Information
- Der Tagesablauf des Kindes (Ankunft und Abholung, Essen, Fotos): App + Push-Benachrichtigung. Siehe Anwesenheit, Ankunft und Abholung.
- Gruppenankündigungen und Erinnerungen: App + Push-Benachrichtigung. Die Ankündigung bleibt in der App, Eltern finden sie auch später.
- Wochen-Newsletter: In der App als Newsletter; für Eltern, die es wünschen, zusätzlich per E-Mail.
- Persönliches Gespräch: Nachricht in der App. Siehe Nachrichten zwischen Erziehern und Eltern.
- Offizieller Schriftverkehr (Vertrag, Anmeldeunterlagen): E-Mail oder gedrucktes Dokument.
- Sensibles Thema: Eine kurze Nachricht mit der Bitte um ein Gespräch, danach persönlich oder telefonisch.
- Echter Notfall: Telefon; ergänzend eine App-Benachrichtigung.
Benachrichtigungsmüdigkeit: wenige, aber sinnvolle
Auf dem Handy der Eltern kommen täglich Dutzende Benachrichtigungen aus verschiedenen Apps an. Die der Kita müssen dazwischen wertvoll bleiben. Dafür gilt:
- Nicht jeder Beitrag muss eine Benachrichtigung sein: Fotos des Tages können gesammelt statt einzeln hochgeladen werden.
- Achten Sie auf die Uhrzeit: Schicken Sie nicht dringende Benachrichtigungen nicht nachts.
- Schicken Sie an die richtigen Personen: Eine Ankündigung, die eine Gruppe betrifft, sollte nicht an die ganze Einrichtung gehen.
- Machen Sie klar, was die Benachrichtigung erwartet: Der Unterschied zwischen „zur Information" und „Handlung erforderlich" sollte schon im Titel erkennbar sein.
Wenn Eltern lernen, dass die Benachrichtigungen der Kita immer nützlich sind, lassen sie sie eingeschaltet und lesen sie. Dieses Vertrauen zu bewahren ist wichtiger als der Kanal selbst.
Warum ist ein einziger Kanal wichtig?
Je mehr Kanäle es gibt, desto öfter fragen sich Eltern: „Wo sollte diese Information noch mal herkommen?" Wenn die Einrichtung einen Hauptkanal für die Eltern festlegt und die anderen nur in bestimmten Situationen nutzt, wird die Kommunikation vorhersehbar. Bei Funikid stehen Ankündigungen, Nachrichten, Newsletter, Fotos, Essen und Ankunfts- und Abholinformationen in derselben App; Eltern wissen, wo sie was finden. Zum Umstieg von Messenger-Gruppen auf diese Ordnung lesen Sie unseren Beitrag zu Eltern-WhatsApp-Gruppen.
Eltern, die die App nicht nutzen
In jeder Einrichtung gibt es ein paar Eltern, die spät oder gar nicht in die App kommen. Für sie gilt:
- Finden Sie persönlich heraus, woran es liegt; oft genügt etwas Hilfe bei der Installation.
- Nutzen Sie für wichtige Informationen (Notfall, Ausflugseinwilligung) vorübergehend einen zweiten Weg.
- Richten Sie aber nicht die gesamte Kommunikation der Kita an den am wenigsten erreichten Eltern aus; den Hauptkanal zu schützen nützt allen.
Häufig gestellte Fragen
Ersetzt die Push-Benachrichtigung die SMS?
Für die tägliche Kita-Kommunikation meist ja: Sie transportiert reichere Inhalte, führt zum passenden Bildschirm und kostet nichts pro Nachricht. Für Eltern ohne Zugang zur App sollten Ausnahmewege bedacht werden.
Was passiert, wenn Eltern Benachrichtigungen abschalten?
Der Inhalt bleibt in der App; Eltern sehen ihn, wenn sie die App öffnen. Der beste Weg, das Abschalten zu verhindern, ist, Benachrichtigungen selten und sinnvoll zu halten.
Welcher Kanal sollte im Notfall genutzt werden?
Telefon und App-Benachrichtigung gemeinsam. Wenn der Notfall-Kommunikationsplan den Eltern zu Beginn des Kita-Jahres bekannt gemacht wird, verringert das in einer echten Situation die Panik.
Wie kann ich die Benachrichtigungen von Funikid testen?
Mit dem 14-tägigen kostenlosen Test können Sie die Benachrichtigungen für eine Gruppe einrichten und die Reaktion der Eltern sehen. Bei Fragen schreiben Sie uns.
Über die Autorin / den Autor
Zeynep Çelik
Expertin für digitale Inhalte
Behandelt im Funikid-Blog Elternerfahrung, die mobile App, Datenschutz und digitale Organisation in der Einrichtung. Übersetzt Technik gern in den Kita-Alltag und erklärt sie mit anschaulichen Beispielen.